Die Pforzheimer Bolzplatzliga ist ein Projekt zur interkulturellen Verständigung von Jugendlichen verschiedener Kulturen und nationaler Herkunft. Fußball ist das Medium. Hintergründe des Projektes sind Vorurteile der Jugendlichen gegenüber anderen Nationalitäten, die geringer werdenden Möglichkeiten zum Bolzen und die schwierige Erreichbarkeit benachteiligter Jugendlicher. Über ein Jahr erreicht die Bolzplatzliga durch die Sommer- und Wintersaison circa 300 junge Straßenkicker aus über 25 verschiedenen Nationen.

Im Jahre 2006 wurde die Bolzplatzliga durch die Initiatoren der SJR Betriebs GmbH (damals Stadtjugendring Pforzheim e.V.), des Sportkreis Pforzheim / Enzkreis e.V. sowie durch die Stadt Pforzheim gegründet. Die Bolzplatzliga trägt zu einem verbesserten sozialen Klima in der Stadt bei und gibt auch Jugendlichen die (noch) nicht in Vereinen organisiert sind die Möglichkeit, sich im sportlichen Wettkampf zu messen.Ganz bewusst werden die Liga-Spiele auf Bolzplätzen in verschiedenen Stadtteilen ausgetragen. Dadurch soll darauf hingewiesen werden, wie wichtig es ist, genügend Freiräume für das Aktivitätsbedürfnis der Jugendlichen bereitzustellen. Die (benachteiligten) Jugendlichen sind Teil der Stadtgemeinschaft mit dem Recht auf eine Entwicklung hin zu einer eigenverantwortlichen, selbständigen Persönlichkeit.

FAIRPLAY wird in der Bolzplatzliga groß geschrieben. Die Organisatoren der Bolzplatzliga verzichten auf den Einsatz von Schiedsrichtern und lassen die Jugendlichen die Spiele in Selbstorganisation leiten. Es gibt keine Schiedsrichter. Was ein Foul ist und was nicht entscheiden die Spielerinnen und Spieler im Dialog. Hierdurch haben die Jugendlichen die Möglichkeit gewaltfreie Konfliktlösungskompetenzen in einem geschützten Rahmen zu lernen und anzuwenden.

Internetseite der Bolzplatzliga: www.bolzplatzliga.de