SJR Betriebs gGmbH

Vom Verein zur gGmbH

Der Stadtjugendring Pforzheim wurde in den 50er Jahren unmittelbar nach dem II. Weltkrieg als Dachverband der Jugendorganisationen gegründet. Heute vertritt der Stadtjugendring e.V. circa 40 Pforzheimer Jugendverbände mit circa 20.000 Mitgliedern. Gleichzeitig der Stadtjugendring im Laufe seiner Geschichte zum größten Träger von unterschiedlichen Einrichtungen der Jugend- und Jugendhilfeeinrichtungen, sowie von Jugendbildungseinrichtungen und Kinder- und Jugendreisen. Der kommunale Zuschuss betrug 2007 über eine Million Euro. So entstand, wie bei vielen freien Trägern im Lande, die Diskussion, die Einrichtungen der Stadtjugendrings auf andere ökonomische Beine zu stellen. Mit Unterstützung der Stadt wurde Ende 2007 die gemeinnützige SJR Betriebs gGmbH gegründet. Der Hauptgesellschafter dieser gGmbH ist der Stadtjugendring Pforzheim e.V. mit 74% Anteil und zweiter Gesellschafter ist mit 26% die Stadt Pforzheim. Die SJR Betriebs gGmbH ist ein anerkannter freier Träger der Jugendhilfe und Jugendbildung. 2016 wurde der Fachbereich Kinder- und Jugendreisen wieder an den Stadtjugendring e.V. zurückgegeben und auf das Betreiben der Freizeitstätte Lindelbrunn und die Verwaltung des Zeltplatzes Hoheneck begrenzt, allerdings ohne künftige Bezuschussung durch die Stadt Pforzheim.(www.stadtjugendring-pforzheim.de ). Nach zehn Jahren im März 2018 verkaufte dann per Gemeinderatsbeschluss die Stadt ihre 26% Beteiligung wieder an den Hauptgesellschafter Stadtjugendring e.V. Pforzheim rückwirkend zum 01. Januar 2018 zurück. Damit wurde der Stadtjugendring e.V. Pforzheim zum alleinigen Gesellschafter der SJR Betriebs gGmbH.

Der Träger SJR Betriebs gGmbH

Die Unternehmensphilosophie, die Zielgruppen und der Aufgabenbereich des Trägers sind im Leitbild und Profil der SJR Betriebs gGmbH niedergeschrieben. Die konkreten Aufgaben, die zu erbringen sind, stehen in den Leistungs-, Entgelts- und Qualitätsvereinbarungen, die zwischen dem kommunalen Geldgeber und der gGmbH ausgehandelt wurden und den aktuellen Erfordernissen ständig angepasst werden. Jeder Fachbereich hat für seinen Arbeitsbereich eine eigene Konzeption, die auf der Homepage der jeweiligen Fachbereiche zu finden ist.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die SJR Betriebs gGmbH beschäftigt circa 40 fest angestellte Mitarbeiter/innen. Daneben gibt es noch Praktikant/innen, Honorarkräfte und BUFDIs. Natürlich gibt es auch viele ehrenamtliche Mitarbeiter/innen, ohne die wir unsere Arbeit gar nicht so machen könnten. Ihnen gehört unser besonderer Dank. Jede/r Ehrenamtliche/r bekommt Informationen und Hintergrundwissen für die Tätigkeit, die er/sie bei uns durchführt. So erhält jede/r Freizeithelfer/in und Honorarmitarbeiter/in eine entsprechende Schulung und die Individuellen Lernbegleiter/innen themenbezogene Veranstaltungen, die von Referent/innen speziell für sie durchgeführt werden. Aber auch jede/r Mitarbeiter/in erhält jährlich die Möglichkeit, sich weiterzubilden und fast alle Teams haben Supervision. Uns ist es wichtig, die Arbeit, die wir leisten, gut, effektiv und wirkungsvoll zu machen.

Die Mitarbeiter/innen der SJR Betriebs gGmbH gliedern sich in die Geschäftsleitung, das Leitungsteam und die Belegschaft. Die Geschäftsleitung umfasst eine Geschäftsführerin und einen Geschäftsführer. Sie werden unterstützt von der Geschäftsstelle, die die Buchhaltung und die Verwaltung der Einrichtungen, des Verleihs und der Schulkindbetreuung durchführt. Im Leitungsteam, das einmal wöchentlich tagt und über weite Befugnisse verfügt, sind alle Fachbereichsleiter der aktuell fünf Fachbereiche vertreten. Daneben gibt es verschiedene Projekte, die entweder direkt der Geschäftsleitung oder einzelnen Fachbereichen untergeordnet sind.

Die Aufgaben und Auftragsgeber

Die wichtigste Aufgabe der SJR Betriebs gGmbH ist es, die Interessen von Kindern und Jugendlichen dieser Stadt zu vertreten, sowie Lobby und Sprachrohr für sie zu sein. Dabei gilt ein besonderes Augenmerk auf benachteiligte Kinder und Jugendliche. Im Rahmen der Jugendhilfe ist unser Aufgabenbereich gesetzlich hauptsächlich im SGB VIII § 11 und § 13 festgeschrieben. Im Bildungsbereich besteht unser Schwerpunkt in der außerschulischen Bildung. Jedoch sind in fast jedem Fachbereich viele Angebote in enger Kooperation mit den Schulen direkt im Schulbereich angesiedelt. Unsere Aufgabe ist es, auch die an uns herangetragenen Interessen und Beschwerden von Kindern und Jugendlichen an die kommunale und politische Öffentlichkeit weiterzutragen und zu vertreten. Unsere Aufträge ergeben sich aus den Forderungen der Kinder und Jugendlichen und deren Interessen. Natürlich sind wir aber in der Umsetzung dieser Aufträge an unsere Geldgeber gebunden. Wir erfüllen unsere Aufgabe immer auf der Basis des Grundgesetzes, dem Gender Mainstream und der Chancengleichheit für alle. Dabei stehen soziale Integration und gleiche Bildungschancen im Vordergrund.

Budget und Geldgeber

Die SJR Betriebs gGmbH hat aktuell ein Budget von circa 3 Millionen Euro. Etwa Zwei Drittel davon kommt von der Stadt Pforzheim. Weitere Geldgeber sind unter anderem das Land Baden-Württemberg, die Baden-Württemberg Stiftung, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Bundesmittel, der Europäische Sozialfonds und die EU. Der Gesellschafter wird durch Quartalsberichte regelmäßig über unsere Finanzlage informiert. Jedes Jahr wird zum Jahresbeginn ein Wirtschaftsplan erstellt und zum Jahresende von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer ein Jahresabschluss vorgelegt. Neben den großen Geldgebern gibt es bei der Durchführung vieler Projekte finanzielle Unterstützung durch private Spender/innen und Sponsoren wie z.B. Menschen in Not (Pforzheimer Zeitung), die Meixner- und Girrbach-Stiftung, die Baden-Württemberg Stiftung, die Zonta’s, die Lions Clubs oder die kommunale Kriminalprävention.

Angebote der SJR Betriebs gGmbH

Unsere aktuellen Angebote sind immer bei den jeweiligen Fachbereichen aufgelistet. Zurzeit gibt es sechs Fachbereiche im Stadtjugendring: ZAP – zentrale Angebote in Pforzheim, JAST – Jugendarbeit Stadtteile, MJA/Streetwork – Mobile Jugendarbeit und andere aufsuchende Jugendsozialarbeit, MOKI – Mobile Angebote für Kinder und der Fachbereich ÜBERGANG SCHULE – BERUF.